Blatthonig
... entsteht aus den Ausscheidungen der Pflanzenläuse, die an den Unterseiten der Blätter, an den jungen Trieben einiger Blatt- und Nadelbäume oder an den jungen Trieben der Ackerbohnen oder des Weizen sitzen, um hier mit ihren Mundwerkzeugen den Siebröhrensaft zu erreichen. Dieser wird dann zum größten Teil unverdaut ausgeschieden, um von den Bienen dann aufgenommen und zu Tauhonig verarbeitet zu werden. Beachtliche Honigtauernten können aus der Weißtanne und Fichte geerntet werden, wenn die Witterung mit dazu beiträgt.
Die besten Voraussetzungen für eine reichliche Honigtauerzeugung sind Temperaturen so um die 20°C, kein Regen, kein starker Wind und ein leicht bedeckter Himmel. Auch aus der Eiche und Linde kann es zu bedeutenden Honigtautrachten kommen. Der Honigtau wird von den Bienen zumeist nur in den Morgenstunden eingesammelt, weil er dann noch auf den Blättern und Nadeln so flüssig ist, dass sie ihn aufnehmen können, nach dem späten Vormittag ist er von der Sonne eingetrocknet und nicht mehr nutzbar. Rußtaupilze färben den Honig mehr oder weniger dunkel.
Geert Staemmler