Imker-ABC

  • Bruteinschränkung

    Vorgehensweise zur Schwarmverhinderung durch Einschränkung des Brutnestes auf eine oder wenige Waben mittels eines oder mehreren Absperrgittern. Diese Methode zur Schwarmverhinderung geht auf den Imker PREUSS zurück. Er sperrte seine Königinnen hinten auf zwei Waben ab, entnahm wöchentlich eine Wabe und hängte diese in den Honigraum. Er erreichte damit, dass seine Völker nicht schwärmten und er war der Ansicht, dass seine Völker damit mehr Honig sammelten. DZIERZON griff diese Idee auf und macht zu Trachtbeginn einen Königinnenableger.

    Auch diese Art der Schwarmverhinderung verlief „im Sande“, weil sie zu arbeitsaufwendig war. Erst als sich die Magazinbeuten durchsetzten, mit ihren bekannten Vorteilen in der Völkerführung, lies man von dieser Idee ganz ab. Die Nachteile der Brutnesteinschränkung waren unter anderem der relativ hohe Arbeitsaufwand des Königinnen suchens, die Einengung der Brutfläche und die damit verbundene Schwächung des Volkes für nachfolgende Trachten. Bruteinschränkungen im Magazin haben sich in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts auch nicht bewährt.

    Die Königin bebrütete in der unteren Zarge, die durch ein Absperrgitter vom oberen Teil der Beute getrennt war, einige Waben und dann stieß sie an ihre Grenzen. Denn in der unteren Zarge lagern die Bienen bevorzugt Pollen ab. Durch die „Konkurrenz“ von Pollen, Brut und auch Honig wurde zuwenig Brut angelegt, um in der nachfolgenden Zeit ordentlich Brut aufziehen zu können. Geringe Trachten lassen sich ferner mit den Magazinbeuten und halb hohen Honigräumen ernten, dazu braucht man nicht die Bruttätigkeit einzuschränken.

    Geert Staemmler