Brutschäden

Weiße sichelförmige Verfärbung der Augen
... sind entweder krankhafte Veränderung der Bienenbrut, hervorgerufen durch Pilssporen (Askosphera apis - Kalkbrut oder Aspergillus flavus - Steinbrut), Brutschädlingen wie Varroamilben oder Wachsmottenmaden, Bakterien und Vieren wie z.B. Paeni bacillus larvae larvae (Amerikanische Faulbrut) oder dem Sackbrutvirus (SBV) oder nicht zuletzt der verkühlten Brut. Diese Erscheinung tritt immer dann auf, wenn entweder der Imker handwerkliche Fehler gemacht hat, indem er zuwenig Brutwaben bei einem zu schwachen Volk in den Honigraum gehängt hat oder die Völker selbst haben bei einem plötzlichen Wärmeeinbruch im Frühjahr ihr Brutnest zu sehr ausgedehnt und können dieses bei wieder eintretender Kälte nicht mehr ausreichend bewärmen. Brutschäden können auch durch Pflanzenbehandlungsmittel eintreten.
Die krassesten Brutschäden kann man bei der Verwendung von sog. Häutungshemmern wie "Insegar" beobachten. Diese Schäden werden aber für den Imker erst spät sichtbar, wenn die Bienen damit beginnen die Brut herauszureißen. Das typische Erscheinungsbild für so eine Schädigung ist die weiße, sichelförmige Verfärbung an den beiden großen Facettenaugen und die verkrüppelten Hinterleibe der Arbeiterinnen. Letztere können aber auch auf einen schweren Varroaschaden hin deuten.
Geert Staemmler