Imker-ABC online

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Fluglochbeobachtung

- gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Imkers, wenn er auf den Stand kommt und bevor er mit seiner Arbeit beginnt. Dazu stellt man sich vor die Front und schaut sich ein Flugloch nach dem andern an. Es reicht nicht nur schnell einen prüfenden Blick über die Front schweifen zu lassen, sondern gerade der Anfänger sollte sich dafür Zeit nehmen, weil er erst mit der Zeit das richtige Feingefühl dafür entwickelt. Dabei kann der erfahrene Imker mit einem Blick erkennen, wie es dem Bien geht. Liegen z.B. Mumien auf dem Flugloch oder in unmittelbarer Nähe, hat das Volk Kalkbrut. Herrscht im Sommer reger Flug am Tage und fallen die Bienen schwer auf das Anflugbrett, es ist Volltracht. Fliegen einzelne Bienen im zeitigen Frühjahr bei niedrigen Temperaturen schnell ein und aus ohne Pollen an den Beinen, hier sammelt der Bien das lebensnotwenige Wasser. Laufen viele Bienen aufgeregt im gesamten Fluglochbereich herum und brummt der Bien auf, wenn man ihn leicht gegen die Beute klopft, er ist ohne Königin = weisellos. Herrscht in der Abenddämmerung noch starker Flugbetrieb bei einzelnen Völkern, bei den anderen auf dem gleichen Stand abernicht, sondern nur Unruhe und Kabbelei, kann es sich hier nur um eine Räuberei handeln.


Geert Staemmler
 
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